Glasknochenkrankheit bei Teckeln
Das oberstes Anliegen
einer verantwortungsvollen Zucht
ist die Gesundheit
unserer Hunde!
Unsere zur Zucht eingesetzen Teckel sind alle OI Frei Gengetestet!
Glasknochenkrankheit bei Teckeln entdeckt -
Ein neuer Gentest kann der Zucht helfen...
Ein internationales Forscherteam um Prof. Dr. Cord Drögemüller und Prof. Dr. Tosso Leeb vom Institut für Genetik der Universität Bern hat eine Genmutation entdeckt, die bei Teckeln zur Glasknochenkrankheit(Osteogenesis imperfecta, OI) führt.
Diese schwere Erbkrankheit kommt auch bei anderen Spezies vor und weist bei Teckeln und Menschen ähnliche klinische Symptome auf. Sie äußert sich bereits bei Neugeborenen durch extrem zerbrechliche Knochen und Zähne. Bei Hunden müssen die betroffenen Tiere eingeschläfert werden, so sie denn nicht schon kurz nach der Geburt sterben.
Sowohl beim Menschen als auch beim Hund wird sie durch vererbte Veränderungen im Erbgut
(Genmutationen) verursacht, die für die Herstellung und Ausbildung von Kollagenen verantwortlich
sind.
Kollagene sind die häufigsten Proteine im menschlichen und tierischen Körper und verleihen den
Knochen ihre Elastizität. Nun wurde bei Teckeln mit Glasknochenkrankheit eine neue Mutation in
einem weiteren Gen identifiziert, welches für die korrekte Bildung von Kollagenen benötigt wird. Eine
Suche nach Auffälligkeiten in den Genen von fünf erkrankten Teckeln mit schwerer Glasknochenkrankheit
ergab, dass alle im selben Gen eine Mutation aufwiesen – was zur Folge hat, dass ein
bestimmtes Helfer-Protein für Kollagen nur verkümmert ausgebildet wird. Dieser vererbte Defekt des
sogenannten SERPINH1 Gens führt bei den Hunden zur Glasknochenkrankheit.
Die Glasknochenkrankheit
beim Teckel ist eine genetisch bedingte Erkrankung. Der Erbgang ist rezessiv, die Mutation
muss also in beiden elterlichen Kopien (Allelen) des Gens vorhanden sein, nur dann erkrankt der
Teckel. Demzufolge müssen bei erkrankten Hunden beide Elterntiere Anlageträger sein. Deshalb gilt
es, Zuchttiere daraufhin zu überprüfen, ob sie frei von der mit OI bezeichneten Anlage sind. Die
Glasknochenkrankheit wird nicht vom Geschlecht beeinflusst und kann deshalb bei männlichen und
weiblichen Welpen auftreten. Der rezessive Erbgang bedeutet, dass nur reinerbige (homozygote)
Tiere tatsächlich erkranken. Mischerbige (heterozygote) Tiere sind also gesund.
Alle Elterntiere von
betroffenen Welpen, die äußerlich nicht von erbgesunden Teckeln zu unterscheiden sind, sind
mischerbige Träger der Mutation. Sie können als so genannte Anlageträger die Mutation an ihre
Nachkommen weitervererben. Solange kein Gentest verfügbar war, konnten solche Anlageträger erst
nach dem Auftreten von Welpen mit Glasknochenkrankheit entdeckt werden.
Momentan ist nicht bekannt, wie weit dieser Erbfehler beim Teckel verbreitet ist. Daher ist die
Häufigkeit der OI Mutation in der aktuellen Zuchtpopulation unbekannt. Bei zwei unabhängigen
Würfen von Teckeln mit Verdacht auf Glasknochenkrankheit, die fälschlicherweise auch als
sogenannte „Schwimmerwelpen“ bezeichnet wurden, wurden die Eltern der erkrankten Welpen mit
dem neuen Gentest als Träger der OI Mutation bestimmt (OIC). Somit lässt sich auf eine gewisse
Verbreitung der OI-Mutation bei Teckeln schließen.
Für eine konsequente züchterische Bekämpfung der Glasknochenkrankheit beim Teckel steht mit dem
neu entwickelten Gentest ein geeignetes Werkzeug zur Verfügung. Der neue Gentest weist die OI
Mutation nach.
So kann bereits früh im Leben eines Tieres festgestellt werden kann, ob es die
unerwünschte Erbanlage OI trägt (engl. carry) was mit OIC bezeichnet wird.
Untersuchte Hunde, die
diese Mutation nicht tragen und somit erbgesund bzw. OI frei sind, werden mit OIF bezeichnet.
Der
Gentest kann bei Zuchttieren jeden Alters anhand einer Blutprobe durchgeführt werden. Der Gentest
bietet eine einfache und verlässliche Möglichkeit für die Selektion erbgesunder Teckel. Somit lässt
sich zukünftig das Auftreten weiterer Welpen mit Glasknochenkrankheit einfach vermeiden.
Die Übersicht zeigt, wie die Vererbung der Glasknochenkrankheit tatsächlich erfolgt. Zum Beispiel bei
einer Paarung eines erbgesunden Tieres (OIF) mit einem Anlageträger (OIC) wird die Hälfte der
Nachkommen Erbfehlerträger. Sie sind in der Lage, die unerwünschte Mutation ihrerseits später in der
Zucht weiterzugeben. Wenn beide Eltern Anlageträger sind, werden tatsächlich auch kranke
Nachkommen erwartet. Das Ziel der Zucht kann nur die Verpaarung von zwei erbgesunden Elterntieren
darstellen, die reinerbig gesunde Nachkommen erwarten lässt.
Wenn nun z.B. ein OIC getesteter Rüde eingesetzt wird, der im Durchschnitt an die Hälfte seiner
Nachkommen die Mutation vererbt, hängt es davon ab, ob die Hündin erbgesund oder Anlageträger
sind. Im ersten Fall sind rund 50 % der Welpen potentiell Anlageträger, im zweiten Fall liegt der Anteil
an Trägern noch darüber und jeder vierte Welpe kann an der Glasknochenkrankheit erkranken.
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Primäres Ziel sollte es zunächst sein, dass Anlageträger nur noch mit Nicht-Anlageträgern verpaart
werden. Damit ist gewährleistet, dass kein Welpe mehr an OI erkrankt. Hier muss der Tierschutzgedanke
im Vordergrund stehen!
Für die Gesundheit der Rasse ist mittelfristig jedoch anzuraten, möglichst nur OIF getestete, also
reinerbig gesunde Elterntiere einzusetzen, um somit auf jeden Fall das Auftreten von erkrankten
Welpen auszuschließen. Außerdem würde bei den daraus fallenden Welpen der Test nicht mehr
erforderlich sein.
Tabelle: Übersicht zur Vererbung der Glasknochenkrankheit (OI) beim Teckel.
Rüde x Hündin = Welpen
1. erbgesund erbgesund
OIF x OIF = Welpen mit gesunden Knochen
• alle sind OIF (erbgesund)
2. erbgesund Anlageträger
OIF x OIC = Welpen mit gesunden Knochen
• 50 % sind OIF (erbgesund)
• 50 % sind OIC (Anlageträger)
3. Anlageträger erbgesund
OIC x OIF = Welpen mit gesunden Knochen
• 50 % sind OIF (erbgesund)
• 50 % sind OIC (Anlageträger)
4. Anlageträger Anlageträger
OIC x OIC = 25 % Welpen mit Glasknochenkrankheit
75 % Welpen mit gesunden Knochen
• davon sind 33 % OIF (erbgesund)
• davon sind 67 % OIC (Anlageträger)
OIF: erbgesund nach Gentest (gesund, reinerbig frei von der OI-Mutation)
OIC: Anlageträger nach Gentest (gesund, mischerbiger Träger der OI-Mutation)
"of Royal Mile´s Pride" züchtet ausschliesslich nur mit OI freien, gengetesteten Zwerglanghaardackeln!
