Showhandling-Ringtraining
Die optimale Präsentation des Hundes auf Schauen ist eine Kunst für sich.
Damit ein Hund eine gute Bewertung auf einer Ausstellung erhält, genügt es nicht nur einen schönen Hund zu haben. Auch das Präsentieren in den entscheidenen Minuten ist wichtig.
Hunde die vorzüglich im Typ sind, aber eher unvorteilhaft vorgeführt werden, können eine schlechtere Platzierung erhalten, als sie es eigentlich verdienen.
Seinen Hund professionell im Ring präsentieren:
Die Kunst des Showhandlings ist es nämlich eigentlich, hinter seinem Hund „zu verschwinden“, d.h. ihn so zu gekonnt vorzuführen, dass man ihn zwar unterstützt, sich jedoch nicht in den Vordergrund stellt. Dies kann man sowohl mit einer perfekten Präsentation als auch gekonnter Leinenführung und passender Kleidung erreichen.
Ringtraining
Damit Sie einen Hund bei einer Ausstellung richtig präsentieren können, müssen sie lernen ihren Hund richtig vorzuführen.
Im Rahmen einer Ausstellung werden dem Richter die Teckel im Ausstellungsring, der aber eigentlich rechteckig ist, vorgeführt.
Ausstellungen haben nicht nur den Zweck einer Schönheitskonkurrenz, sie entscheiden auch zu einem gewissen Grad über die zukünftige Qualität unserer Teckel. Gerichtet wird nach den gültigen Rassestandards der FCI.
Ziel ist es, unserm Teckel dem Richter optimal zu präsentieren,
um eine möglichst gute Bewertung zu erhalten.
Nur hingehen, den Teckel irgendwie hinstellen und warten was passiert, reicht nicht!
Aus diesem Grund, beginnend in Amerika und Großbritannien, ist sogar ein Beruf entstanden, der mehr oder weniger professionell Hunde vorführt.
Man nennt das aus dem Englischen kommend "handeln" bzw. die Ausführenden "Handler".
Viele glauben, dass in jedem Besitzer auch der beste Handler seines eigenen Hundes steckt.
Man muss es aber einerseits wollen und andererseits auch an sich und seinem Hund arbeiten, d. h. genauso wie für andere Prüfungen üben.
Die Aufgabenstellung ist, unseren Teckel so vorteilhaft zu präsentieren,
dass seine Vorzüge besonders zur Geltung kommen bzw. seine kleinen Schwächen möglichst wenig ins Auge fallen.
Sie selbst sollten die Qualitäten Ihres Hundes am allerbesten kennen.
Durch sein Auftreten im Ring soll er ein positives Bild abgeben und ein sicheres Wesen erkennen lassen.
Der beste Handler agiert unsichtbar, d.h. er greift nur bei Bedarf korrigierend ein,
um so das bestmögliche Ergebnis in der zur Verfügung stehenden Zeit (ca. 3-5 Minuten) herauszuholen.
Denn der Richter kann nur das beurteilen, was er sieht!
Vergessen Sie nicht, dass ein Hund, der im Ring ein weniger gutes Bild abgibt, weil es
nicht zuletzt am Ringtraining mangelt, noch selten gewonnen hat.
Der Einfluss von gekonntem Handling ist hier nicht zu unterschätzen. Der Richter vergleicht die Qualitäten der ausgestellten Hunde mit dem Standard und beurteilt sie dementsprechend im Verhältnis zueinander.
Besonders Erfolg versprechend ist es natürlich, bereits mit dem jungen Teckel zu üben.
Erfahrene Aussteller werden dies in Eigenregie können.
Neulinge finden beim Ringtraining eine ideale Möglichkeit zum Üben und Erfahrungen auszutauschen.
Das Training sollte eher ein Spiel sein, besser kurz aber öfters üben! Ringtraining ist keine Unterordnungsübung.
Zeigen Sie dem Hund liebevoll mit Ruhe und Konsequenz nur, was er tun und was er lassen soll.
Das Stehen ist sicherlich die schwierigste Übung, wenn nicht schon im Jugendalter mit dem Training begonnen wird.
Der Hund wird so auf dem Tisch "aufgebaut", d.h. in Position gebracht,
wie es im Ring gefordert wird.
Wenn sich Ihr Teckel erst einmal daran gewöhnt hat und gleich so stehen bleibt, wie Sie es durch das Korrigieren für richtig halten,
ist es keine Hexerei mehr.
Steht Ihr Teckel nunmehr in der gewünschten Position,
können Sie Kopf und Rute in der vom Standard gewünschten Position halten.
Der Hund sollte einige Zeit ruhig stehen können,
damit sich der Richter ein Bild von allen Seiten machen kann.
Außerdem sollte der Hund - ohne Widerstand - eine Gebisskontrolle und bei Rüden eine Hodenkontrolle über sich ergehen lassen.
Gewöhnen Sie Ihren Teckel von Anfang an eine Vorführleine.
Üben Sie immer mit der Vorführleine, so verbindet Ihr Hund:
Vorführleine = Ringtraining = Ausstellung.
Wählen Sie die richtige Geschwindigkeit.
Dabei soll der Hund nicht ungestüm sein und das Ringtraining erkennen lassen. Gezeigt werden soll ein freies, flüssiges Gangwerk.
Haben Sie anfangs noch möglichst ohne große Ablenkung geübt, so sollten Sie später dazu übergehen, beispielsweise im Rahmen vom Ringtraining in der Gruppe, die Ablenkung geradezu zu suchen.
Bedenken Sie, was sich auf einer Ausstellung im und um den Ring so abspielt. Vorteilhaft ist, wenn Sie als Probe aufs Exempel und zum Angewöhnen, schon ein- oder zweimal in der Jüngstenklasse ausstellen.
Eine bessere "Übung" gibt es nicht.
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Früh übt sich, wer ein Meister werden will! | | Aber auch unsere Jüngsten können im sogenannten Juniorhandling die Präsentation eines Teckels lernen. |