WELPENENTWICKLUNGSPHASEN
W E L P E N !!!!!
Sie sind das größte Glück eines jeden Züchters. Der Moment der Geburt ist etwas einzigartiges. Nach nur 60 –63 Tagen Tragezeit kommt ein kleines hilfloses Wesen zur Welt und dieses kleine Geschöpf entwickelt sich in nur 8 Wochen zu einer eigenständigen kleinen Persönlichkeit, zu einem kleinen Hund mir ganz eigenen Charaktereigenschaften.

Die ersten Wochen verbringen unsere Welpen mir ihrer Mama in einer sogenannten Wurfkiste. Hier können sie die ersten Erfahrungen sammeln und sind noch vor den ersten oft stürmischen Kontakten der restlichen Dackelfamilie geschützt.

Mit 4-5 Wochen werden dann die ersten Ausflüge durch die Wohnung unternommen. Sehr interessant ist hierbei auch das Zusammentreffen mit den restlichen „Tanten“ und „Onkeln“ der Familie. Durch toben und spielen, schmusen und kuscheln werden die Welpen in die Gemeinschaft des Rudels aufgenommen. UND JETZT IST DIE ZEIT DER REGELMÄSSIGEN WELPENBESUCHE ( sofern es die Entfrnung zum neuen Zuhause zu läßt)! Sollte es den zukünftigen " neuen Eltern" nicht möglich sein Ihren Welpen öfter zu besuchen, hilft auch schon eine Decke mitzubringen, an dem die Gerüche " Ihrer neuen Familie" drin sind.

Sie lernen sich zu sozialisieren und befinden sich in der sogenannten Prägungsphase.
Mit ca. 10 Wochen werden unsere Welpen in Ihre neuen Familien abgegeben.
Sie sind dann von der Mutter entwöhnt, regelmässig Entwurmt, geimpft, gechippt und
beim Deutschen Teckelklub 1888 e.V. VDH/FCI registriert.
Sie haben Papiere, die sie als reinrassige Teckel ausweisen, und die Abstammung bis zur 3. Generation ist nachgewiesen.

Die Entwicklungsphasen des Welpen (nach Verhaltensforscher Eberhard Trumler)
Vegetative Phase (1.-2. Lebenswoche)
Obwohl der Welpe mit geschlossenen Augen und Ohren zur Welt kommt, er also in der vegetativen Phase noch ohne Gehör ist, findet er mit Hilfe seines Tastsinns die Zitzen seiner
Mutter. Er umschließt mit seinem Mäulchen die Zitzen und bringt durch das Abstemmen mit den Hinterpfoten und das Stoßen mit den Vorder-
pfoten gegen die Milchquelle den Milchfluss in Gang. Man spricht hierbei von Milchtritt der Welpen. Da man diese Verhaltensweisen auch dann findet, wenn der Dackelwelpe ohne seine Mutter aufwächst und mit der Flasche groß- gezogen werden muss, kann man davon aus- gehen, dass es sich beim Milchtritt um eine angeborene Verhaltensweise handelt. Die ersten Lautäußerungen gehören ebenfalls zu den
Verhaltensweisen, die angeboren sind. Der Säugling meldet sich, wenn ihm etwas fehlt – z.B. die seinem Mäulchen entglittene Zitze oder die Körperwärme seiner Mutter und Geschwister – mit leisem Fiepen bis hin zum auffordernden Schrei. Die Dackelmutter hört die Laute und ist sofort bemüht, Abhilfe zu schaffen. So sorgt sie unermüdlich für das Wohlergehen der Kleinen.

Übergangsphase (3.Lebenswoche)
In dieser Phase öffnen sich die äußeren Gehörgänge des Welpen, das ermöglicht ihm, auf die vielfältigen akustischen Reize, die auf ihn einströmen zu reagieren. Zur gleichen Zeit entwickelt sich auch der Geruchsinn, sodass durch beschnuppern der Geschwister der erste Kontakt vertieft werden kann. Mit heftigem Schwanzwedeln verleiht der Welpe nun seiner freudigen Erregung Ausdruck, und der Trieb das Lager zu verlassen führt dazu, dass der junge Hund die Erforschung seiner Umwelt aktiv in Angriff nimmt. Im spielerischen Umgang lernt der Welpe Verhaltensweisen, wie z.B. sich auf den Rücken zu werfen als Unterwürfigkeitsgeste, die ihn auf das Leben außerhalb des Wurflagers vorbereitet. Wichtig ist auch der frühzeitige Kontakt zu Menschen. Der Hund muss an den Mensch gewöhnt werden, da die Trennung von der Hundemutter in ca. 8 Wochen bevorsteht.

Prägungsphase (4.-7.Lebenswoche)
Das Gebiss der Welpen entwickelt sich sehr schnell. Die jungen Hunde versuchen nun in zunehmendem Maße kleinere Brocken von der Nahrung ihrer Mutter zu ergattern und zu fressen.
Die Hündin säugt ihre Kleinen zwar noch, doch sie zieht sich, von den spitzen Zähnen den Welpen belästigt, nach und nach zurück. Der junge Hund wird auf den Menschen geprägt. Es entsteht eine Vertrauensbasis zwischen Mensch und Hund. Der junge Hund lernt während er spielt. Jetzt ist der Kontakt zu seinen neuen Besitzern sehr wichtig . Wir freuen uns auf zahlreiche Welpenbesuche. Dies erleichtert später die Eingewöhnungsphase im neuen Zuhause. Denn ab jetzt sind die zukünftigen "neuen Eltern" keine Fremde mehr! Hat der Welpe in der Prägungsphase einen positiven und liebevollen Kontakt zum Menschen erfahren, so wird ihm der spätere Besitzerwechsel nicht schwer fallen.

Sozialisierungsphase (8.-12. Lebenswoche)
Der wichtigste Aspekt dieser Phase ist die Einordnung des Welpen in die Gemeinschaft – zum einen in die Familiengemeinschaft mit seinen Geschwistern und seiner Mutter, zum anderen in die
Lebensgemeinschaft mit dem Menschen. Solange der junge Hund in seiner Hundefamilie mit seinen Geschwistern, der Mutter, Tanten und Onkeln zusammenlebt, ist er ständigen Rivalitätskämpen ausgesetzt. Den besten Platz, das Spielzeug und andere interessante Dingen gilt es ständig zu verteidigen. Der Kampf zwischen den einzelnen Hundefamilienmit- gliedern um die „Besitztümer“ wird mit der Zeit immer intensiver wobei gewisse Rangordnungs- privilegien sichtbar werden. In der Natur hat der Rüde das letzte Wort, wenn sein Nachwuchs sich streitet.
Wo er fehlt muss der Mensch eingreifen und sowohl Lob als auch Tadel aussprechen. Bei Übertretungen von Verboten gibt es eine sehr effektive Art zu strafen: Fassen Sie den Welpen im Nacken und schütteln sie in sanft, so würde es der Rüde auch tun. Doch nach Möglichkeit sollte man Bestrafungen umgehen. Der kleine Hund braucht sehr viel Lob und Streicheleinheiten. Von unserem Verhalten ist es abhängig, ob uns der Hund respektiert und uns freudig folgt, oder ob er sich zum feigen Angstbeißer oder gar zu einem aggressiven unberechenbaren Tier entwickelt beendet wird die Prägung des Hundes mit dem Ende der nun folgenden Rangordnungsphase.
Rangordnungsphase (13.-24. Lebenswoche)
Man tut dem jungen Hund keinen Gefallen, wenn man ihn bedingungslos gewähren lässt. Der heranwachsende Dachshund braucht eine führende Hand und Regeln an die er sich halten kann. Er wird in der Rangordnungsphase versuchen Kommandos zu ignorieren und versucht dadurch seinen Willen durchzusetzen. Man sollte hierbei immer bedenken, dass ein Hund der nicht folgt, nicht nur gefährlich lebt, er stellt auch eine Gefahr für seine Umwelt dar.

Pubertätsphase (7.-15. Lebensmonat)
Wenn ihr Hund in die Flegeljahre kommt steht ihnen eine stürmische Zeit bevor, denn mit dem Einsetzen der Geschlechtsreife – Rüden heben erstmalig ihr Bein, bei Hündinnen kommt es zu der ersten Läufigkeit – gehen in dem Hund große Veränderungen vor. Der Dackel ist nun erwachsen, und könnte, wenn der Mensch in nicht daran hindern würde, eine eigene Familie gründen. Begegnen Sie ihrem Hund in dieser Zeit mit viel Verständnis, d.h. freuen sie sich darüber wenn er ihre Nähe sucht und lassen sie ihm seinen Frieden, wenn er alleine sein möchte. Erst nach Abschluss dieser Phase wird sie ihr Hund uneingeschränkt als „Rudelführer“ akzeptieren, vorausgesetzt sie haben ihre Erziehungschancen in allen Phasen genutzt.
